Praktikum in China 10.07. – 17.07.2010
Dank der Zusammenarbeit mit dem TCM Krankenhaus in Yantai konnten wir Ihnen die Möglichkeit bieten, ein Praktikum vom 12.07. bis 16.07.2010 in China zu absolvieren.
Yantai
Yantai ist eine Stadt mit über 6 Mio. Einwohnern in der ostchinesischen Provinz Shandong. Sie ist der größte Fischereihafen Shandongs und ein bedeutendes Wirtschaftszentrum.
Yantai liegt auf der Halbinsel Shandong südlich vom Bohai-Meer und nahe der südlichen Spitze von Korea.
Reisedaten:
Abflug: 10.07.2010 ab Frankfurt/Main
Praktikum: 12. – 16.07.2010
Rückflug: 17.07.2010 ab Yantai
Herr Dimitri Platonov, Teilnehmer des Praktikums hat während des Praktikums einige Videos gedreht und bei YOUTUBE veröffentlicht.
Hier finden Sie die Links zu den Videos!
Praktikum in Yantai 1 - Verschiedene Therapiemethoden
Praktikum in Yantai 2 - Traditionelles Taichi- Training
Praktikum in Yantai 3
Praktikumsberichte von Teilnehmern
Dimitri PlatonovDmitrij Schloss
Das einwöchige Praktikum in Yantai war ein einmaliges außergewöhnliches Erlebnis.
Zwar war die Zeit etwas knapp bemessen, doch dafür wurden die sieben Tage intensiv genutzt, um sowohl weitere Erfahrungen im TCM-Hospital,Taichi... zu machen als auch Yantai und Umgebung kennenzulernen.
Die Vorbereitung auf die Reise wurde sehr gut organisiert.
Die Anreise und Check In verlief problemlos. Das Essen in der Hotelanlage war gut, obwohl hätte ich mich auf ein europäisches Frühstück gefreut.
Die Zimmer in dem Hotel entsprachen nicht dem europäischen Hygienestandard.
Am besten für die nächste Reise entweder gute Zimmer aussuchen oder anderes Hotel buchen bitte..!!!
Am Sonntag abend (11.07.10) war ein guter Kulturtag mit Besichtigung der Stadt. Eine Ausgabe einer Stadtkarte mit Besprechung von Sehenswürdigkeiten der Stadt wären empfehlenswert.
Eine große Überraschung war das vorzügliche Abendessen an einem großen Tisch.
Das Praktikum verlief sehr gut, viele Eindrücke und Erfahrungen konnten mitgenommen werden. Wir konnten einen guten Einblick in das chinesische Leben und in die TCM erhalten. Doch einige Punkte könnten noch perfektioniert werden:
Da 5 Tage eine sehr kurze Zeitspanne sind, wäre ein pünktlicher Beginn und Marsch zu der geplanten Station empfehlenswert.
Bei der Station 7 konnte nachmittags sehr gut praktisch gearbeitet werden, da die Ärzte sowohl Zeit hatten als auch sehr offen waren uns alles zu zeigen.
Vorschlag wäre also dies fürs nächste Praktikum zu berücksichtigen: Vormittags Programm auf Stationen oder Kräuterbesichtigung etc. und Nachmittags intensives praktisches Arbeiten auf Station 7.
Ein weiterer Vorschlag wäre eins bzw zwei Ärzte aus China für eine Ein-zwei Wochen Intensivschulung nach Leipzig zu holen, um praktisch Tuina, Schröpfen, Akupunktur ... zu üben.
Vielen Dank dem gesamten Organisationsteam der Deutschen Tuina Akademie.
Ich hoffe, dass jedes Jahr ein Praktikum organisiert werden kann.
Denn nicht nur die Tuina Erkenntnisse werden vertieft, auch die chinesische Mentalität kann live miterlebt werden, was den eigenen Bewusstseinshorizont erweitert.
Anett Kriegel
Positives:
1. An- und Abreise, Hotelunterkunft und die Hospitation im Krankenhaus verliefen unkompliziert.
2. Das Krankenhaus befand sich ca. 10 min Fußweg vom Hotel entfernt.
3. Das Mittagessen im Krankenhaus war vorzüglich und sehr gut organisiert.
4. Die gesamte Gruppe konnte sehr unbürokratisch eigenen Behandlungen erhalten.
5. Dr. Wang von der Abteilung Reha I stellte sich an einem Vormittag zur Vertiefung von Tuina und eigenen Üben zur Verfügung.
6. Die gesamte Gruppe konnte sich wirklich frei innerhalb des Krankenhauses bewegen.
7. für private Ausflüge stand genügend Zeit zur Verfügung.
8. Die größte Hochachtung vor Prof. Wang wie er diese Woche mit uns gemeistert hat und vor allem wie er uns unkompliziert Taxen für den Ausflug zur Tempelanlage organisierte.
9. Danke an Dr. Sun, der uns ab Sonntagabend im Hotel die Abendbrotbestellung erheblich erleichtert hat.
In China bestellt man nicht per Karte, sondern in einem extra Raum liegen rohe Lebensmittel und aus diesem gestaltet man sein eigenes Essen.
Das ist Abenteuer pur und ist anstrengend, da jeder Chinese gern Englisch sprechen möchte, aber durchaus nicht kann.
Mit Dr. Sun Hilfe wurde aus dem Abenteuer Essenbestellung ein einfaches Hinsetzen. So musste jeder nur Abwarten ob die Speisen einem zusagten oder nicht.
10. Danke dass auf die aktuellen Schutzimpfungen hingewiesen wurde, das ist lebensnotwendig.
Die Hotelzimmer entsprachen nicht unserem europäischen Standard. Gut war, dass jeder irgendwelche Sätze „wie Toilettenpapier und Seife gehören ins Handgepäck“ gehört hat und jeder etwas im Gepäck hatte wovon die Gruppe profitieren konnte.
Vorschläge zur Verbesserung:
1. Der Treffpunkt auf dem Abflugflughafen sollte ruhig am Gate sein, wo der Flieger auch startet.
Alle Teilnehmer fanden sich in Frankfurt ohnehin dort ein. Der Gate wo der Flieger startet ist für jeden Teilnehmer das Endziel und so muss sich niemand auf einen zusätzlichen Treffpunkt konzentrieren.
2. Für eine bessere Gruppenbindung von Beginn an, kann es durchaus vom Vorteil sein, dass alle Mitglieder gemeinsame Plätze im Flieger reserviert bekommen.
Wir haben auf dieser Reise alle einzeln gesessen, so wie jeder gerade eincheckte.
3. Zu den Reisevorbereitungen möchte ich auf das Gastgeschenk noch einmal zurückkommen. Schade war, dass ich nur ein Gastgeschenk mitgenommen hatte.
Der gemeinsame Abend mit den Klinikleitern, Prof. Wang und Dr. Sun war ein guter Zeitpunkt um zum ersten Mal ein Gastgeschenk zu verwenden.
Leider gab es zwei Klinikleiter und nur ein Gastgeschenk? Das geht nicht, also blieb es in der Tasche.
Es bietet sich innerhalb dieser Zeit viele Möglichkeiten Gastgeschenke zu verteilen.
Mein Gastgeschenk bekam die Stationsschwester die alles für unsere Gruppe innerhalb des Krankenhauses organisierte.
4. Für Geldwechsel bewährt sich eine Kreditkarte, da der Geldumtausch in einer Bank durchaus viel Zeit und sehr kompliziert sein kann. Yantai sieht sonst keinen Touristen und ist also auch hier nicht darauf eingestellt. (Pro Person muss mit 40 min Geldumtausch gerechnet werden)
5. Die Behandlungen bei der Tuina weichen vom Gelernten in der Tuina Akademie mitunter sehr ab und das ist gut so. Schon aus diesem Grund war die Gruppe neugierig auf das was sie gesehen hat. Die Zeit des Übens kann ruhig noch ein wenig ausgebaut werden, falls das möglich ist.
6. Zufällig war an einem Nachmittag die Gruppenstärke nur noch 3 Personen. Alle anderen waren zur Behandlung oder hatten sich privat frei genommen. An diesem Nachmittag konnten wir drei Personen mit der Ärztin für Gynäkologie viel Pulsdiagnose durchführen. Diese kleine Gruppenstärke, falls das überhaupt zu organisieren ist, bringt einen großen Vorteil damit das was man sieht auch in das Langzeitgedächtnis einprägt.
Vorschläge für neue Kurse in der Tuina Akademie:
1. Mastertraining mit Dr. Wang aus dem Krankenhaus Yantai. (oder wie man es auch immer nennen will)
Auf diesem Wege kann die Tuina noch vertiefender angewandt werden als jetzt.
Der Wunsch von mir ist es, dass dieser Arzt für 7 Tage nach Deutschland reist, vielleicht sogar nach Leipzig. Wir Therapeuten, so die Möglichkeit bekommen mit ihm in kleinen Gruppen unterschiedliche Techniken zu vertiefen.
Meine Praxis liegt nur 10 min Fußweg von der Akademie entfernt. Ich kann mir durchaus vorstellen, für diese Zeit Patienten zur Verfügung zu stellen.
2. chinesische Fußreflexzonentherapie:
Diese Therapieform hat mir während der Reise sehr viel Erleichterung gebracht. Ich werde diese Therapieform schnellstens erlernen.
Die Hotelbetten waren für mich zu hart und unbequem. Rückenschmerzen die so stark waren, dass mir das Laufen große Schmerzen bereitete, waren die Folge. Mit einer Fußreflexzonenmassage war mir sehr, wirklich sehr geholfen.
Bei dem Kurs interessiert es mich natürlich auch, welche Kräuterbäder ich vorher verwenden kann.
Vorschlag für einen deutschen Nachmittag in dem Krankenhaus Yantai:
Eine schöne Möglichkeit Danke zu sagen, kann ein deutscher Nachmittag mit Kaffee und Kuchen sein.
Die Frage, wie leben die Teilnehmer von der Tuina Akademie in Deutschland, war immer wieder in der Woche präsent.
Wie werden Ihre Patienten versorgt, welche Unterschiede gibt es in den medizinischen Bereichen und welche Gemeinsamkeiten lassen sich finden?
Die Ärztin der Gynäkologie hatte z. B. großes Interesse an der medizinischen Versorgung bei Schwangeren in Deutschland.
Oder wie geht Deutschland mit ungewollter Kinderlosigkeit um?
Insgesamt war diese Reise ein großes Erlebnis und hat bei allem was Asien so bietet mir sehr viel Spaß bereitet.
Ich möchte mich bei allem die an der Organisation beteiligt waren für Ihre großartige Leistungen bedanken.
Birte Bluhm
Dank Ihrer guten Vorbereitung und Organisation hatten wir eine tolle Zeit, nicht zuletzt Dank Prof. Wang für die ständige Begleitung und Übersetzung, sowie Unterstützung bei den Ausflügen und Essensbestellungen.
Es gäbe noch ein paar Verbesserungsvorschläge meinerseits:
Vielleicht wäre es möglich schon vorab bei der Buchung der Flüge über das Reisebüro eine Gruppenreservierung für die Plätze vorzunehmen, dann säßen alle zusammen, um sich schon mal kennen zu lernen, und man bräuchte nach dem Einshecken keinen Treffpunkt sondern würde sich am Gate treffen.
Dann wäre es absolut toll, wenn man zwei der Therapeuten aus China einladen könnte um mit uns zu "üben"( Techniken) in Form von einem "Mastertraining" für Diplom-TuinaTherapeuten einmal jährlich.
Hotel war gut, Essen war gut, toll, dass man zu Fuß zur Klinik gehen konnte, Themenauswahl war gut.
Ich hätte mir ein bisschen mehr Kinder gewünscht, ansonsten wäre ein Praxistag nicht schlecht, wo dieTherapeuten mit uns üben.
Ich fand es gut, am Samstag angekommen zu sein, denn die Zeitumstellung ist nicht ohne, so kann man sich dran gewöhnen, bekommt einen ersten Eindruck und ist einigermaßen ausgeschlafen wenn es am Montag los geht.
Schön wären noch ein zwei Tage im Anschluss , bevor es zurückgeht. Alles in Allem eine gelungene Sache die sich auf jeden Fall lohnt. Ich hätte fürs nächste Jahr Interesse wieder mit zu fliegen.


