In den letzten Jahren hat sich in Deutschland der Trend zu traditioneller chinesischer Medizin rasch verbreitet. Neben der bekannten Therapieform Akupunktur (seit kürzerem als Kassenleistung im Rahmen zweier Krankheitsbilder erhältlich) gibt es auch das TUINA-Verfahren, das in der deutschen Sprache auch als Akupressur bezeichnet wird.
Letztere Behandlungsart setzt sich - ähnlich wie die westliche Chiropraktik - aus Manualtherapie und verschiedenen Massagehandgriffen zusammen, jedoch beruht ihre Theorie auf einer eigenständigen energetischen Basis. TUINA stellt für Ärzte, Heilpraktiker, Physiotherapeuten, Masseure und Ergotherapeuten eine sinnvolle Ergänzung des konservativen Therapiespektrums ohne den Einsatz chemischer Präparate dar.
Seit rund einem Jahr besteht nun die neu gegründete Deutsche TUINA-Akademie in Kooperation mit der Shandong-Universität für Traditionelle Medizin in China. In dieser Ausbildungsstätte werden die 5000 Jahre alte Manualform und sonstige klassische chinesische Therapieformen, die hierzulande teils noch unbekannt sind, an deutsche Mediziner und Therapeuten weitergegeben.
Ich würde es sehr begrüßen, wenn dieses chinesische Gesundheitswissen stärker in den Katalog der in Deutschland praktizierten Naturheilverfahren integriert würde.
Frau Jella Teuchner
Mitglied des Deutschen Bundestages
Stv. Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion im Ausschuss für Gesundheit, Ernährung und Landwirtschaft
|